Motorjacht sinkt nach Havarie mit Schiff
Während der Bergungsarbeiten musste die Mosel bei
Enkirch fünf Stunden lang gesperrt werden
ENKIRCH. Schock für drei Urlauber: Ihre zehn Meter
lange Motorjacht kollidierte am Freitagmittag bei Enkirch
mit einem holländischen Fahrgastkabinenschiff derart
heftig, dass die Jacht unmittelbar neben dem Fahrwasser
sank. Die drei Menschen, die auf der deutschen Jacht
auf der Mosel geschippert waren, retteten sich schwimmend
in das sofort ausgebrachte Beiboot des Fahrgastschiffs.
Sie wurden erst zur Schleuse Enkirch und mit dem Rettungswagen
ins Zeller Krankenhaus gebracht. Eine der drei Personen
ist leicht verletzt. Auf dem Fahrgastschiff wurde niemand
verletzt, und es entstanden keine Schäden.
Da
die Gefahr bestand, dass der Havarist in die Fahrrinne
rutschen und das Fahrwasser blockieren
könnte und
weil durch ausgetretene Betriebsstoffe eine punktuelle
Gewässerverunreinigung entstanden war, bemühten
sich Einsatzkräfte von Feuerwehr sowie Wasser- und
Schifffahrtsverwaltung Koblenz (WSV), das Fahrzeug schnell
zu bergen. Zunächst sicherte die Feuerwehr das Boot
mittels Stahltrossen gegen ein Abrutschen in die Fahrrinne.
Zeitgleich hob ein Kranschiff der WSV den Havaristen
leicht an. Nun konnte das Fahrzeug gedreht und anschließend
leer gepumpt werden. Nachdem es aufgeschwommen war, wurde
es von einem Fahrzeug der WSV in den Hafen Traben-Trarbach
geschleppt. Während der Bergung war die Mosel fünf
Stunden lang gesperrt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt
wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr
und Gewässerverunreinigung.
Quelle: Rhein-Zeitung - Ausgabe Mittelmosel vom 07.07.2008,
Seite 17.
Fotos: FFW Traben-Trarbach